Irgendwas mit Games

Die Grünen als “Spiel”-Verderber?

Neues aus dem Bundestag: Eine aktuelle Initiative der Grünen zielt darauf ab, die zunehmende Mediensucht zu bekämpfen.

Zu den Maßnahmen zählen:
- Anerkennung von Medienabhängigkeit als Krankheitsbild
- Forschung zu Medienabhängigkeit
- Ausbau von Beratungs- und Therapiemöglichkeiten
- Schulung von Suchtberatern

Das allein wäre allerdings noch kein Grund, hier ein politisches Eisen anzufassen, aber natürlich soll es insbesondere den bösen Games an den Kragen gehen - mit Maßnahmen, die speziell dem Suchpotenzial von Online-Rollenspielen entgegenwirken (gut, dass wir nur casual sind):
- Warnhinweise (vermutlich so was wie “Games machen Gaga”)
- Verpflichtende Spieldauereinblendungen zur Anzeige der Spielzeit
- Möglichkeit zur Festlegung von Spielzeitkontingenten (fragt sich, durch wen? Wenn ich mir so die Unterschichten-Dokus im Fernsehen anschaue, habe ich nicht allzu viel Hoffnung im Hinblick auf die Erziehungsberechtigten)

Den Originaltext des Antrags gibt es hier als PDF. Generell finde ich bemerkenswert, dass “Medien” wohl nur noch mit “Internet” gleich gesetzt werden. Von einem geplanten Warnhinweis nach zwei Stunden “Wetten, dass..?” oder auf Seite 136 des Spiegels habe ich darin zumindest nichts gesehen. Naja, zumindest haben wir damit offiziell gegen TV, Print und Radio gewonnen ;-)

2 Responses to “Die Grünen als “Spiel”-Verderber?”

  1. dude Says:

    ich würde mich da nicht lustig machen…
    auch wenn die möglichkeiten wie spielzeit einblenden und etiketten anbringen etwas hilflos wirken - medienkompetenz als lerninhalt in kindergarten und schule finde ich in dem zusammenhang spannend - bisher habe ich immer nur gelesen das den kleinen endlich der umgang mit den medien beigebracht werden soll..
    da scheint ja intzwischen was angekommen zu sein wenn auch reichlich spät.
    der dude

  2. marcus Says:

    Nicht, dass das falsch rüberkommt - Erziehung im Umgang mit Medien finde ich auch sehr wichtig; insbesondere durch die Familie. Und auch die Lehrer müssen die neue Medienrealität ihrer Schüler überhaupt erst mal verstehen lernen.
    Ansonsten bin ich ein großer Fan von Selbstregulierung. Warnhinweise bei PC-Games gibt es sogar jetzt schon, z.B. wenn man zwei Stunden lang Anno 1701 spielt oder mehrere Tennis-Matches auf der Wii (vielleicht auch nur aufgrund vorauseilendem Gehorsam oder Angst vor Klagen von US-Anwälten).

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