Die Grünen als “Spiel”-Verderber?
Dienstag, Januar 29th, 2008Neues aus dem Bundestag: Eine aktuelle Initiative der Grünen zielt darauf ab, die zunehmende Mediensucht zu bekämpfen.
Zu den Maßnahmen zählen:
- Anerkennung von Medienabhängigkeit als Krankheitsbild
- Forschung zu Medienabhängigkeit
- Ausbau von Beratungs- und Therapiemöglichkeiten
- Schulung von Suchtberatern
Das allein wäre allerdings noch kein Grund, hier ein politisches Eisen anzufassen, aber natürlich soll es insbesondere den bösen Games an den Kragen gehen - mit Maßnahmen, die speziell dem Suchpotenzial von Online-Rollenspielen entgegenwirken (gut, dass wir nur casual sind):
- Warnhinweise (vermutlich so was wie “Games machen Gaga”)
- Verpflichtende Spieldauereinblendungen zur Anzeige der Spielzeit
- Möglichkeit zur Festlegung von Spielzeitkontingenten (fragt sich, durch wen? Wenn ich mir so die Unterschichten-Dokus im Fernsehen anschaue, habe ich nicht allzu viel Hoffnung im Hinblick auf die Erziehungsberechtigten)
Den Originaltext des Antrags gibt es hier als PDF. Generell finde ich bemerkenswert, dass “Medien” wohl nur noch mit “Internet” gleich gesetzt werden. Von einem geplanten Warnhinweis nach zwei Stunden “Wetten, dass..?” oder auf Seite 136 des Spiegels habe ich darin zumindest nichts gesehen. Naja, zumindest haben wir damit offiziell gegen TV, Print und Radio gewonnen ![]()

